Ausgangssituation
An einer zentralen Produktionsstätte für Halbleiterprodukte in der DACH-Region werden
verschiedenste Halbleiterkomponenten gefertigt, und es finden diverse Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten.
Aufgrund divergierender Interessen verschiedener Stakeholder, darunter die Betriebsfeuerwehr, Management und die zuständige Aufsichtsbehörde, im Zusammenhang mit mehreren Neubauprojekten am Standort wurde eine externe Untersuchung der Betriebsfeuerwehr gefordert. Diese umfasste auf Wunsch des Unternehmens neben der Erstellung eines klassischen Bedarfs- und Entwicklungsplans auch eine organisationsbezogene Analyse und Beratung hinsichtlich unterschiedlicher konzeptioneller Umsetzungsmöglichkeiten.
Zentrale Herausforderungen ergaben sich insbesondere aus der überwiegend nebenberuflichen Funktionsbesetzung der Betriebsfeuerwehr mit einer abnehmenden Leistungsfähigkeit, während gleichzeitig ein hohes Gefahrenpotenzial und entsprechend hohe Anforderungen an die betriebliche Gefahrenabwehr bestehen.
Aufgabenstellung
Ziel der Untersuchung war die Entwicklung eines belastbaren, strategischen Konzeptes zur zukünftigen Ausrichtung der Betriebsfeuerwehr. Dabei sollten folgende Aspekte berücksichtigt werden:
- Bewertung der bestehenden Werkfeuerwehrstruktur hinsichtlich Personal, Technik und Organisation.
- Ermittlung zukünftiger Bedarfe auf Grundlage des Standortausbaus und der Gefährdungsentwicklung.
- Definition verschiedener Funktionsbesetzungsmodelle (z. B. hauptberufliche vs. nebenberufliche Funktionsbesetzungen).
- Ableitung einer wirtschaftlich und betrieblich optimalen Lösung als Entscheidungsgrundlage für das Management.
Lösungsansatz und Methodik
Zunächst erfolgte eine umfassende Daten- und Dokumentenanalyse, die durch eine mehrtägige Standortbegehung gemeinsam mit den Projektbeteiligten ergänzt wurde.
Anschließend wurde eine Risikoanalyse des Standortes durchgeführt, um geeignete Bemessungsszenarien für die Betriebsfeuerwehr zu identifizieren.
Im weiteren Verlauf der Konzeption wurden verschiedene Besetzungsmodelle in Form eines Stufenmodells entwickelt und sowohl mit der Standortleitung als auch mit der zuständigen Aufsichtsbehörde abgestimmt.
Getroffene Maßnahmen
Das erstellte Dokument dient dem Kunden als fundierte Entscheidungsgrundlage zur Ableitung konkreter Maßnahmen.
Im Rahmen des entwickelten Stufenkonzepts wurde insbesondere der schrittweise Aufbau weiterer hauptberuflicher Funktionen dargestellt, welche mit der prognostizierten Standortentwicklung im Einklang steht.
Ergebnisse / Erfolge / Feedback des Kunden
Die Rückmeldung des Kunden fiel durchweg positiv aus. Besonders hervorgehoben wurden die praxisnahen und konkret umsetzbaren Handlungsempfehlungen, die sowohl der Betriebsfeuerwehr als auch dem Standort eine erhöhte Planungssicherheit bieten.
Zudem diente das Dokument als Nachweis für die Behörden über eine leistungsfähige Gefahrenabwehrstruktur am Standort, was sich unmittelbar positiv auf die Genehmigung weiterer Bauprojekte auswirkte.