Ausgangssituation
Münster als nordrhein-westfälisches Oberzentrum mit über 300.000 Einwohnern hat die wachsenden Herausforderungen im Bevölkerungsschutz, insbesondere durch zunehmende Wetterextreme, Energiekrisen und großflächige Schadenslagen erkannt: Eine verlässliche Vorsorgeplanung stellt die erforderliche Leistungsfähigkeit relevanter Agierender in Krisen sicher.
Aufgabenstellung
Lülf+ erhielt den Auftrag zur Erstellung eines umfassenden Katastrophenschutzbedarfsplans, der die Gefahrenlage der Stadt berücksichtigt und eine belastbare Grundlage für strategische Entscheidungen bietet.
Lösungsansatz /-weg /-methodik
Gemeinsam mit der Verwaltung und der Feuerwehr wurde eine Gefahrenanalyse durchgeführt. In Workshops wurden Szenarien wie langanhaltender Stromausfall, Unwetterereignisse oder Pandemien zur Ableitung relevanter Fähigkeiten für die Katastrophenbewältigung betrachtet. Die Methodik beinhaltete eine Kombination aus Risikoanalyse, quantitativer Bedarfsberechnung und qualitativer Bewertung von Handlungsoptionen. Darauf aufbauend erfolgte eine detaillierte Bestandsaufnahme vorhandener Fähigkeiten.
Neben den klassischen Kompetenzen der Gefahrenabwehr standen ergänzende Strukturen wie das städtische Krisenmanagement, die Warnung, Information, Betreuung und Versorgung der Bevölkerung sowie die Sicherstellung der Kernprozesse der Verwaltung im Fokus der Betrachtung.
Getroffene Maßnahmen
Ein Maßnahmenkatalog, der kurzfristig realisierbare Verbesserungen (z. B. Anpassung von Alarmplänen) und mittel- bis langfristige Investitionen (z. B. Ausbau der Notstromversorgung kritischer Infrastrukturen) beinhaltet, beschreibt die erforderlichen Anpassungsmaßnahmen.
Ergebnisse / Erfolge / Feedback des Kunden
Der Katastrophenschutzbedarfsplan ermöglicht der Stadt Münster, den Bevölkerungsschutz strategisch und transparent zu steuern. Mit den abgeleiteten Fähigkeiten ist die Stadt auf außergewöhnliche Lagen und Katastrophen vorbereitet und kann angemessen reagieren. Gleichzeitig stärkt der Bedarfsplan die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Organisationen und schafft eine klare Grundlage für politische Entscheidungen und Investitionen.